Objekt des Monats

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ECO 5 - ein ökologisches Bürohauskonzept

Innovative Architektur, effiziente Flächennutzung, modernste Technik, das waren die Anforderungen an den Architekten Driendl für ein Bürohaus in der Schönbrunner Straße im fünften Wiener Gemeindebezirk.  Dieses Bürohaus mit dem Namen ECO 5, eingeklemmt zwischen alten Gründerzeithäusern, erscheint modern und charmant. Georg Driendl bewies mit dieser Architektur, dass er zur ersten Liga der österreichischen Architekten gehört, denn Architekt Driendl beherrscht auch bei beschränkten Mitteln den virtuosen Umgang mit räumlichen und formalen Problemen höchster Komplexität. Er komponierte in der Schönbrunner Straße ein Gebäude, das spielerisch-gelassen erscheint, aber mit größter technischer Raffinesse in die Zukunft weist.

Eine ökologisch-ökonomische Lösung
Mit ECO 5 wurde ein modernes innovatives Bürohauskonzept verwirklicht, die  600 m2 große Bürofläche wird variabel, flexibel kombinierbar und multifunktional genutzt. Die ökologisch und ökonomisch konzipierten Büros im 8 geschossigen Straßentrakt und die reizvollen Raumlösungen mit Galerien und Terrassen im Gartentrakt bilden eine innovative Kombination aus modernen Ateliers und Büroflächen. Das Objekt ECO 5 wird auch als „atmendes“ Bürohaus bezeichnet. Das Gebäude ist nicht wie herkömmliche Bürohäuser vollklimatisiert, sondern mit öffenbaren Fenstern und Außenjalousien ausgestattet. Das integrierte Nachtlüftungssystem nutzt im Sommer mithilfe einer nachts betriebenen zeitgesteuerten Lüftungsanlage die natürliche Abkühlung und versorgt die Räume bei gleichzeitiger Temperierung mit Frischluft.

Neue Interpretation eines Standortes
Zeitgeist, Offenheit in der Struktur und Auflockerung der Straßenflucht präsentiert  die Fassadengestaltung. Eine derartige Baulückenfüllung inmitten gründerzeitlichen Bestandes ist selten. In den sechziger und siebziger Jahren wurden Baulücken meist mit billiger funktionalistischer Massenware gefüllt, in den Achtzigern mit unbeholfenen Versuchen, sich ans historistische Stadtbild anzugleichen. Um das Image eines solchen Gebiets zu verbessern, braucht es jedoch deutliche Veränderungen, die den Ort neu interpretieren und ihn in einem anderen Licht erscheinen lassen. 

So sehr sich diese zeitgemäß aufgelöste Fassade auch von den angrenzenden Gebäuden abhebt, wurden gleichzeitig mit größter Raffinesse Verbindungen zur Umwelt geschaffen. Die Erker an den Häusern nebenan, die sich in den Straßenraum vorschieben, sind auch bei ECO 5 ein Thema, sie wurden nur neu interpretiert. Hier wurden ganze Fassadenflächen gegeneinander verschwenkt, was  dem Gebäude sein charakteristisches Erscheinungsbild gibt. Die annähernd quadratischen Geschossebenen des Hauptgebäudes sind jeweils um wenige Grad gegeneinander verschwenkt, was sich in den Fassaden deutlich abzeichnet. Die alternierend vor- und rückspringenden Geschossplatten des Gebäudes verleihen der Straßenfassade eine markante Struktur. Völlig irrational, auf ein gestalterisches Element reduziert, sind diese Verschwenkungen jedoch nicht, denn naturgemäß verlangte auch hier der Bauherr die maximale Ausnutzung des Grundstücks. Nach der Wiener Bauordnung dürfen Erker bis zu 80 Zentimeter in den Straßenraum vorspringen, dies wurde genutzt und man gewann damit Nutzfläche. 

Die Differenzierung der Geschosse vom Straßenniveau bis zur Attika ist ein besonderes Charakteristikum des Gebäudes. Der Grund dafür ist einfach: Auch wenn die Nutzung auf allen Geschossen gleich ist, sind die Randbedingungen verschieden.
Die unteren Geschosse erhalten weniger Licht und sind daher mit größeren Fensterflächen gut bedient. Auch der vertikale Schlitz an der Fassade, in dem sich eine Lichtinstallation der Künstlerin Valie Exports befindet, ist auf Straßenniveau am breitesten und verengt sich nach oben hin bis auf einen halben Meter. Dafür werden die Podeste der Treppe mit jedem Geschoss etwas tiefer und wachsen so bis auf das erlaubte Erkermaß von 80 Zentimetern in den Straßenraum hinaus, was in der Fassade zu einer leichten Schrägstellung der Verglasung führt. 

Man kann die Fassade als ironischen Kommentar zur verbreiteten Illusion interpretieren, dass in der gründerzeitlichen Stadt alles mit rechten Winkeln zuginge. Orthogonal sind die Parzellenzuschnitte aber bestenfalls in den großflächigen Erweiterungsgebieten außerhalb des Gürtels. In der Schönbrunner Straße sind uralte Feldgrenzen und der Verlauf des Wienflusses für die Zuschnitte der Parzellen verantwortlich, und so gibt es auf dem ganzen zur Verfügung stehenden Grundstück keinen einzigen rechten Winkel. 

Noch in einem weiteren Punkt unterscheidet sich dieses außergewöhnliche Bürohaus von seinen Nachbarn: Statt Treppe und Aufzug im Inneren des Gebäudes zu verbergen, lässt Architekt Driendl sie an der Fassade zur Schönbrunner Straße sichtbar werden. Dahinter steht die Idee, den Straßenraum zu beleben und die vertikale Erschließung zur halböffentlichen Verlängerung des Gehsteigs zu machen. An der Straßenseite erlaubte der Bebauungsplan ein achtgeschossiges Gebäude, ein schmaler Durchblick  in den Hof hinein lässt Tiefe erahnen. Der vertikale Schlitz, den Architekt Driendl zwischen dem Treppenhaus und den Hauptnutzflächen offen lässt, wird durch Valie Exports Lichtinstallation in Szene gesetzt: Gelbe Streifen, die in einem unregelmäßigen Rhythmus nach oben steigen, sind in die Außenhaut des Gebäudes eingelassen, so erscheint dieses Gebäude auch in der Nacht  in einem neuen Licht.

RHEINZINK-Qualitäts-Spenglerbetriebe
Das Team der Kalousek Spenglerei und Metallkamine Ges.m.b.H. hat die umfangreichen Spenglerarbeiten nach den Kriterien für RHEINZINK-Qualitäts-Spenglerbetriebe mit großem  technischen Know how und handwerklichen Geschick ausgeführt. RHEINZINK-Qualitäts-Spenglerbetriebe verarbeiten den Werkstoff RHEINZINK mit einer Lebensdauer für mehrere Jahrzehnte und optimieren sowohl die Funktion als auch die ästhetischen Ausstrahlung. Das Team der Kalousek GesmbH sorgt für dauerhafte Kundenzufriedenheit durch preiswerte Qualitätsarbeit, deren Grundlage die regelmäßige Weiterbildung der Mitarbeiter auf den neuesten Stand der Technik ist.  

Traditionellen Spenglertechnik
Ein wesentliches Gestaltungselement von ECO 5 ist die Arbeit des Spenglers. Die präzise Spenglerarbeit steht somit im Blickpunkt des Betrachters. 
Der Gebäudeschutz von ECO 5 wurde den Anforderung entsprechend teils in Winkelstehfalz, in Doppelstehfalz, aber auch in Großrauten ausgeführt. 

Ökologische Gesichtspunkte 
Ein Ziel von RHEINZINK ist es, die Umwelt zu schützen. Ein standardisiertes Verfahren garantiert die Einhaltung der umweltrelevanten Gesetze, die erfolgreiche Realisierung der eigenen umweltpolitischen Standards, sowie alle erforderlichen Kontroll- und Korrekturmaßnahmen, sichtbar in einem europaweit einzigartige Öko-Label.

Um den Verbraucher möglichst umfassend und objektiv zu informieren, unterzieht RHEINZINK seine Produkte freiwilligen Prüfungen und einer permanenten unabhängigen Kontrolle: RHEINZINK wurde nach umfassender Bewertung des gesamten Produktlebenszyklus – Rohstoffgewinnung, Verarbeitung, Nutzung und Recycling – vom Institut Bauen und Umwelt nach der standardisierten Umweltdeklaration (Typ III) nach ISO 14025 als umweltverträgliches Bauprodukt deklariert. Darüber hinaus wurden das produktionsbezogene Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 sowie die  Abschirmungseigenschaften für Elektrosmog geprüft, bestätigt und zertifiziert. Als Schrittmacher für eine technologische Weiterentwicklung und umweltbewusste Lebensraumgestaltung ist RHEINZINK seit Jahren eine treibende Kraft am Metalldachsektor.

Arbeitsplätze mit hohem Behaglichkeitsgrad
Bei ECO 5 wurden Arbeitplätze geschaffen, die einen besonders hohen Behaglichkeitsgrad aufweisen. Wichtig bei dem komplexen Planungsprozess war die Wahl der Materialien nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten. Durch die Materialwahl wurde im extravaganten Bürokomplex ein natürliches Wohlfühlklima erzielt.
 
BAUHERR
Sparkassen Immobilien Aktiengesellschaft, Wien, Österreich

PROJEKTENTWICKLUNG
KALLCO PROJEKT Bauträger Ges.m.b.H., Wien, Österreich

ARCHITEKT
Mag. Georg Driendl, Wien, Österreich

AUSFÜHRUNG DER RHEINZINK-ARBEITEN
Kalousek Spenglerei und Metallkamine Ges.m.b.H., Wien, Österreich

SYSTEM
Dach: Doppelstehfalzsystem, 500 m²
Fassade: Großraute, Winkelstehfalzsystem, 250 m²
RHEINZINK-"vorbewittertpro blaugrau"

ERRICHTUNG
2002