Einfamilienstadt

17.10.2019

Einfamilienstadt
Private Residences Northcliff, Johannesburg

Auf den ersten Blick sieht die Gebäudegruppe aus wie ein städtebauliches Ensemble, denn zwei größere und mehrere kleinere Pavillons gruppieren sich um eine Rasenfläche. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass es sich um ein Wohnhaus für eine Familie handelt. Der Einsatz von RHEINZINK als Fassaden- und Dachmaterial unterstreicht das Konzept der Einfamilienstadt.

Das Ensemble steht auf einem nach Norden hin stark abfallenden Grundstück im südafrikanischen Johannesburg. Ursprünglich sollte hier ein mehrstöckiger Stadthauskomplex erreichtet werden. Doch kurz nach Beginn der Erdarbeiten wurde das Projekt eingestellt und das Grundstück verkauft. Der Käufer wollte hier ein Wohnhaus für seine wachsende Familie errichten lassen - mit Familienzimmer, Wohnzimmer, Küche, Kinderzimmern, Schlafzimmer, Swimming-Pool, separatem Arbeitszimmer sowie einer ebenfalls separaten Gästesuite. "Die Herausforderung bestand darin, die bereits durchgeführten Auskofferungen und Aushube mit möglichst wenig Aufwand an die Anforderungen eines Einfamilienhauses anzupassen" berichtet Architekt Paolo Deliperi. "Außerdem ist das Gelände ziemlich steil. In Südafrika verbringen wir viel Zeit im Freien und durch das starke Gefälle erschien das Grundstück eher ungeeignet für eine Familie. Mein Konzept bestand daher darin, ein Zuhause mit unterschiedlichen Wohn- und Gartenflächen auf einer Ebene zu schaffen. Es soll sich den Bewohnern intuitiv erschließen und einen nahtlosen Übergang zwischen innen und außen bieten." Vor diesem Hintergrund entwickelte der Architekt ein Gebäude, das mit der Aufteilung in mehrere Pavillons die Grundzüge eines städtebaulichen Ensembles trägt.

Am Steilhang auf einer Ebene wohnen

Der Eingang zur Einfamilienstadt liegt im Untergeschoss, wo sich auch die Garage und die Gästesuite befinden. Die Wohnbereich hat Paolo Deliperi im Erdgeschoss in einer Form angeordnet, die einem "C" ähnelt. Im Aufstrich des Druckbuchstabens befindet sich der Swimming-Pool und zwei große Pavillons mit Familienzimmer, Wohn-Esstrakt und Küche. Verglaste Passagen führen - den Abschwung des "C" formend - zu vier kleineren Pavillons, die das Arbeitszimmer und drei Kinderzimmer beherbergen. Den Auslauf des Buchstabens bildet ein etwas größerer Pavillon mit dem elterlichen Schlafzimmer. Mit Ausnahme des Arbeitszimmers öffnen sich alle Pavillons mit großen Glasflächen Richtung Norden. "Damit nutzen wir zum einen das Sonnenlich optimal aus. Zum andern möchten wir im Sommer vemeiden, dass die direkte Sonneneinstrahlung in das Haus gelangt", erklärt Paolo Deliperi. Ein weiterer positiver Aspekt: Die Kinder- und das Elternschlafzimmer besitzen einen direkten Zugang zum Gartenbereich.

Die Materialien bestimmen das Äußere der Einfamilienstadt: weiß gestrichene Putzflächen, Holzbekleidungen und blaugraues RHEINZINK. "Wir haben das Material aus mehreren Gründen gewählt", erläutert der Architekt. "Es besitzt eine schöne Patina, ist äußerst langlebig und strahlt mit seinen großen und flachen Profilen eine sehr ästhetische Schönheit aus."

Zur Konstruktion

Die Garage und die Decken der Einfamilienstadt wurden aus Ortbeton errichtet, die Wände aus 22 cm dickem Ziegelmauerwerk. Die Satteldächer der beiden großen Pavillons bestehen aus einem Stahltragwerk mit innenliegender Wärmedämmung. Darauf wurden Trapezprofile, Sperrholzplatten und eine strukturierte Trennlage verlegt. Den oberen Abschluss bilden RHEINZINK-Schare. Die Verlegung erfolgte in bewährter Doppelstehfalztechnik und verdeckter Befestigung mit Fest- und Schiebehaften aus Edelstahl.

Bei den Satteldächern und Fassaden der fünf kleineren Pavillons sieht die architektonische Gestaltung eine durchgehende Linienführung vom First über die Traufe bis zum Boden vor. Umgesetzt hat der Verarbeiter dies durch die Doppelstehfalztechnik auf dem Dach in Kombination mit der Winkelstehfalztechnik an den Fassaden und jeweils gleichen Scharbreiten.

Die Dächer besitzen folgenden Aufbau (von innen nach außen): Dachtragwerk aus Holz, Dämmung, Konterlattung als Hinterlüftungsebene und Unterkonstruktion für die Sperrholzplatten, strukturierte Trennlage und abschließend die Schare aus RHEINZINK, die mit Fest- und Schiebehaften aus Edelstahl verdeckt befestigt wurden. Eine Besonderheit besteht darin, dass die Traufseiten der Pavillons ohne Regenrinne ausgeführt sind. Stattdessen hat der Verarbeiter die Dachscharen über die Wandebene herausgeführt und die Entlüftung der Fassade sowie die Belüftung des Daches mittels Lochblech an die Traufausbildung als kleinen Überhang horizontal angeschlossen. Eine weitere Besonderheit findet man bei den Dachscharen, die an die Giebel grenzen: Hier hat der Verarbeiter die RHEINZINK-Schare seitlich aufgestellt, rückgekantet und in den Giebelanschluss eingebunden.

Bei den Außenwänden realisierte er ab der Dämmebene den gleichen Konstruktionsaufbau wie beim Dach. Um an den Giebeln einen sauberen und wasserdichten Abschluss zum Dach zu erhalten, hat er die Giebelscharen über die Dachfläche hinausgeführt und über entsprechende Falzverbindungen mit den Dachscharen verbunden.

"Wir haben auf diesem sehr steilen Grundstück ein wohnliches, praktisches Zuhause mit unterschiedlichen Nutzungsbereichen auf einer Ebene geschaffen", freut sich Paolo Deliperi. RHEINZINK trägt durch den Einsatz als Dach- und Fassadenbekleidung dazu bei, die einzelnen Pavillons zum Gesamtensemble zusammen zu fassen. Gleichzeitig unterstreicht es durch seine Oberfläche und die besondere Art der Verlegung das Spiel mit den unterschiedlichen Proportionen.

 

Bautafel

Projekt:
Privatresidenz Northcliff, Johannesburg, Südafrika

Architekt:Paolo Deliperi Architects, Kapstadt, Südafrika

Ausführung der RHEINZINK-Arbeiten:
G-Tech Roofing, Kapstadt, Südafrika

Dach:
RHEINZINK-prePATINA blaugrau, 210 m2 Doppelstehfalzsystem

Fassade:
RHEINZINK-prePATINA blaugrau, 137 m2 Winkelstahfalzsystem

Weitere Informationen zum RHEINZINK-Winkelstehfalz finden Sie hier

 

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