Systemtechnik

Systembeschreibung

  • Dachdeckung ab 35° Dachneigung


Der Winkelstehfalz findet seine Anwendung in Dachbereichen über 35° Neigung, im Fassadenbereich und in der Bekleidung von Kleinflächen, wie Blenden, Attiken, Brüstungen usw. Mit seiner Höhe von ca. 25 mm und einer Falzbreite von ca. 12 mm lassen sich Dach- und Fassadenflächen optisch gliedern.

Der Winkelstehfalz zeichnet sich besonders durch geringe Materialspannungen aus. Im Gegensatz zum Doppelstehfalz wird hier maschinell oder handwerklich nur ein Schenkel geschlossen. Der Winkelstehfalz wird mit Hilfe von Rollformern oder Kantbänken hergestellt.

Konische Bereiche sowie konkav und konvex gerundete Flächen können mit dem Winkelstehfalz gedeckt und bekleidet werden.

Abmessungen / Metalldicke

  • Gebräuchliche Scharbreiten 400 mm bis 600 mm
  • Metalldicken 0,7 mm / 0,8 mm
  • Scharlängen bis 10,00 m (größere Längen nach Rücksprache möglich)
  • Lieferlänge max. 7,0 m


Als international verwendetes Standardmaß gilt für Dächer in Winkelstehfalztechnik eine Scharbreite von ca. 600 mm (Bandbreite 670 mm), mit einer Metalldicke von 0,7 mm. Aufgrund baupraktischer Erfahrungen empfehlen wir, bei Pultdächern mit Dachüberständen, die Scharbreite auf 500 mm zu begrenzen und ggf. zusätzlich die Metalldicke 0,8 mm zu verwenden. Diese Maßnahme dient der Vermeidung von Geräuschen, die bei der natürlichen Durchbiegung der Schare durch starken Wind entstehen können.

Die allgemein übliche maximale Scharlänge beträgt 10,00 m. Im Sonderfall können auch bis zu 14,00 m lange Schare verlegt werden. Die Befestigung und Anschlussdetails der Schare müssen in diesem Falle der erhöhten Längenänderung angepasst werden.

Reicht die max. mögliche Scharlänge nicht aus, können Einzellängen durch Quernähte verbunden werden.

Sonderformen

  • konkav und konvex gerundete Schare
  • konische Schare


Der Mindestradius für konvex gerundete, vorprofilierte Schare beträgt 0,6 m. Ab einem Radius von 12 m können nicht vorgerundete Schare verlegt werden. Bei kleineren Radien müssen die Schare handwerklich aufgekantet und mit einer Handformzange oder einem Biegeboy gestreckt werden.

Bei konkav gerundeten Flächen muss die Falzaufkantung gestaucht werden, was technisch schwieriger zu bewältigen ist als das Strecken. Der Mindestradius für konkav gerundete, vorprofilierte Schare beträgt daher 2,5 m. Ab einem Radius von 25 m können nicht vorgerundete Schare verlegt werden. 

Zur Ausführung von Dächern über gerundeten Grundrissen oder für ein Sonderdetail bei Kehlen werden konische Schare eingesetzt. Die Scharbreite bei konischen Scharen sollte aus Gründen der handwerklichen Herstellbarkeit mind. 100 mm und max. 600 mm, in Abhängigkeit von den Windlasten, betragen. Bei Pultdächern sollte max. 500 mm Scharbreite eingehalten werden.

Befestigung

  • Fest- und Schiebehafte aus hochwertigem Edelstahl
  • Korrosionsgeschützte Schrauben und Edelstahlschrauben
  • RHEINZINK-CLIPFIX-Magazinschrauber

RHEINZINK-Dachdeckungen und -Fassadenbekleidungen in Falztechnik werden indirekt mit Fest- und Schiebehaften befestigt. Zur Ermittlung der erforderlichen Haftabstände, Befestigungsmittel sowie statischer Anforderungen sind die ÖNORMEN B 2221, ÖNORM EN 1991-1-4 und ÖNORM B 1991-1-4 heranzuziehen.

Erfahren Sie hier mehr über unser neues Befestigungssystem

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Falztechnik (Checkliste)
9 MB PDF Deutsch 16.01.18


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