Bauphysik

Wetterschutz

Die Bekleidung der hinterlüfteten Fassade übernimmt den Schutz vor Verwitterung der tragenden Konstruktion, der hydrophobierten Fassaden-Wärmedämmung und der Unterkonstruktion. Der Schlagregenschutz vorgehängter, hinterlüfteter Fassaden ist durch ein hohes Sicherheitsniveau gekennzeichnet.

Aufgrund der physikalischen Vorgänge ist weder ein kapillarer Wassertransport noch eine direkte Beregnung der wärmedämmenden Schichten möglich. Hinzu kommt die ständig vorhandene Möglichkeit der Feuchtigkeitsabfuhr durch den Belüftungsraum. So können befeuchtete Dämmschichten schnell trocknen, ohne dass der Wärmeschutz beeinträchtigt wird.

Zwischen Bekleidung und Außenwand bzw. Wärmedämmung wird ein Hinterlüftungsraum von mind. 20 mm empfohlen. Der Abstand darf z.B. durch die Unterkonstruktion oder durch Wandunebenheiten örtlich bis auf 5 mm reduziert werden. Es sind Be- und Entlüftungsöffnungen am Fassadenfußpunkt und Dachrand sowie an Durchbrüchen mit Querschnitten von mind. 50 cm² je 1 m Wandlänge vorzusehen.

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Wärmeschutz

Winterlicher Wärmeschutz

Der im Winter von innen nach außen fließende Wärmestrom wird mit dem Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) bezeichnet. Je kleiner der Wert ist, desto kleiner ist die nach außen abfließende Wärmemenge. Der U-Wert wird durch die Wärmeleitfähigkeit der Wärmedämmung und Dämmstoffdicke bestimmt. Der Einsatz hochwertiger Wärmedämmung ist ein Beitrag zum Umweltschutz und zahlt sich nach kurzer Zeit durch niedrige Heizkosten aus.

Eine fachgerechte Verlegung und Montage der Dämmschicht vermindert Wärmeverluste.

Wärmebrücken, also Bauteile, die Kälte schneller aufnehmen und weiterleiten als andere Bauteile, sollten vermieden oder ihre Auswirkung auf angrenzende Bauteile minimiert werden. Energieverluste durch Wärmebrückenwirkung von Verankerungen und Befestigungen sind bei der Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert/Energiebilanz) zu berücksichtigen.

Neben allgemein bekannten, konstruktionsbedingten Wärmebrücken eines Gebäudes, z.B. auskragenden Balkonplatten, ist bei einer hinterlüfteten Fassade die Montage der Unterkonstruktion zu beachten. Bei Verwendung metallener Unterkonstruktionen wird eine große Abschwächung dieser Wärmebrücken durch eine dämmende Unterlage zwischen Tragwerk und Wandkonsole (Thermostopp) erreicht. Unterkonstruktionen aus Holz, wie sie für Fassadenbekleidungen in Falztechnik üblich sind, werden heute aufgrund der erforderlichen Dämmdicken mit kreuzweise montierter Lattung ausgeführt. So werden auch in diesem Fall Wärmebrücken reduziert.

Die Winddichtigkeit eines Gebäudes ist ein weiterer Einflussfaktor. Durch eine undichte Gebäudehülle (Windsog, Winddruck) entstehen hohe Lüftungs-/Energieverluste, verbunden mit Zugerscheinungen (unangenehmes Raumklima). Das Gebäude muss vor der Montage der hinterlüfteten Fassade die erforderliche Winddichtigkeit aufweisen. Massives Mauerwerk sowie Beton erfüllen diese Forderung. Durchdringungen (z.B. Fenster, Lüftungsrohre etc.) erfordern eine Winddichtung vom Einbauteil zum Tragwerk.

Der bauliche Mindestwärmeschutz ist in der ÖNORM B 8110 - Wärmeschutz im Hochbau geregelt.

Sommerlicher Wärmeschutz

Der sommerliche Wärmeschutz verhindert eine für die Nutzung unzumutbare Aufheizung im Innern eines Gebäudes durch direkte und indirekte Sonneneinstrahlung. Er ist in der ÖNORM B 8110 geregelt.

Der von außen nach innen fließende Wärmestrom soll möglichst klein gehalten werden. Dazu dient erneut eine gute Wärmedämmung sowie eine gewisse Masse in der Konstruktion. Der Vorteil der vorgehängten, hinterlüfteten Fassade ist, dass ein großer Teil der auf die Bekleidung einstrahlenden Wärmemengen durch den konvektiven Luftaustausch abgeleitet wird.

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Brandschutz

Metallfassaden mit Holz-Metall-Unterkonstruktion und entsprechenden Befestigungsmitteln erfüllen höchste Anforderungen an die Nichtbrennbarkeit (Baustoffklasse A1, DIN 4102, DIN EN 13501).

Der in der DIN 18516-1:2010-06 unter Punkt 4.4. beschriebene Brandschutz verweist auf die Anforderungen nach der Musterliste der Technischen Baubestimmungen Teil 1, Anlagen 2.6/11. Weitere Anforderungen beschreiben die Musterbauordnung (MBO) oder die Landesbauordnungen.

RHEINZINK hat umfangreiche Tests zu den verschiedenen Fassadensystemen am MA 39 in Wien durchgeführt. Die nach Ö-NORM 3800-5 in Anlehnung an die DIN 4102-20 getesteten Systeme haben alle Prüfkriterien erfüllt.

Nähere Informationen und Prüfberichte erhalten Sie auf Anfrage.

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