Hell und loftig Wohnen

Mitten in Wien ist eine ehemalige Schuhfabrik zu Wohnlofts umgebaut und durch eine Aufstockung ergänzt worden. Die Fassadengestaltung der baulichen Erweiterung greift die Linien des Bestands auf, setzt sie fort und lässt sie in den Himmel übergehen.

Die Umsetzung erfolgt unter der Maxime, die bestehende Gebäudeorganisation weitestgehend beizubehalten und die - erstaunlich gute - Bausubstanz möglicht wenig zu verändern. Ausgehend vom historischen Bestand wurde für das Gebäude die maximal verträgliche Aufstockung festgelegt. Um auf bauliche und gesetzliche Gegebenheiten reagieren zu können, teilten die Architekten den Baukörpr in Segmente, die der statischen Struktur des Bestands entsprachen. Für die Anpassung an die Wiener Bauordnung verschoben sie Wände oder entfernten sie ganz, um Freiflächen zu schaffen. Durch diese Vorgehensweise entwickelten sie für die Aufstockung einen klaren kubischen Baukörper, der aufgrund seiner Klarheit und seiner einfachen Struktur gut mit dem bestehenden Industriebau harmoniert.

Die Fassade des Bestands wurde mit WDVS saniert, die ursprüngliche Gestaltung und Gliederung der Fassade entsprechend nachgebildet. Die zweigeschossige Aufstockung erfolgte in Massivbauweise mit hinterlüfteter Fassade. "Für die Gestaltung wollten wir eine lebendige, metallische Bekleidung, um einerseits den Industricharakter aufzugreifen und andererseits einen Kontrast zum Bestand zu erhalten", erklärt Architekt Georg Herbst. Bauherr und Architekt entschieden sich für die Oberflächenqualität prePATINA blaugrau, die im Großrautensystem mit 3 unterschiedlichen Breiten zum Einsatz kam.

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Bautafel

Bauherr:
Hornbostelgasse 16-18 Projektentwicklung GmbH, Wien
Wertinvest Beteiligungs- und Immobilienberatungs AG, Wien

Architekt:
Malek-Herbst Architekten ZT GmbH, Wien

Verarbeiter:
Klaus Zidek GmbH, Straden

Material:
RHEINZINK-prePATINA blaugrau, 12 to verlegt im Großrautensystem